Latest news at NIRA Dynamics AB

Radverlust bei Privatfahrzeugen: Empfehlungen zur Prävention

Geschrieben von Johan Hägg | Mär 24, 2024

Entdecken Sie alarmierende Statistiken und mögliche Ursachen für Radverluste bei Privatfahrzeugen sowie Expertenempfehlungen zur Prävention.

Alarmierende Statistiken zum Radverlust

Jährlich ereignen sich laut einem aktuellen Bericht der Scandinavian Tire and Rim Organization (STRO) rund 900 Unfälle, die darauf zurückzuführen sind, dass sich Räder von Privatfahrzeugen lösen.

Der Bericht, der auf Umfragen unter 5.000 Fahrzeughaltern basiert, zeigt, dass sich jedes Jahr etwa 30.000 Räder lösen, was landesweit zu rund 900 Verkehrsunfällen führt.

https://www.tv4.se/artikel/5KBsqsqgs2fLRGPuaUHuHk/fler-bilar-aen-vaentat-tappar-hjulen-sa-goer-du-foer-att-undvika-olyckor

Dennis Alexis, Generalsekretär der STRO, zeigt sich besorgt über diese hohen Zahlen und betont den dringenden Handlungsbedarf. Die alarmierenden Statistiken verdeutlichen, wie wichtig es ist, das Problem des Radverlusts gezielt anzugehen und präventive Maßnahmen umzusetzen.

Es ist entscheidend, das Bewusstsein für dieses Thema zu schärfen und Fahrzeughalter darüber aufzuklären, wie sich Unfälle durch Radverlust vermeiden lassen. Durch das Verständnis der Ursachen und das Ergreifen geeigneter Vorsichtsmaßnahmen kann die Zahl der durch sich lösende Räder verursachten Unfälle reduziert werden.

Mögliche Ursachen für Radverlust

Der Bericht zeigt, dass es keinen wesentlichen Unterschied macht, ob der Reifenwechsel von einer professionellen Werkstatt oder von einer Privatperson durchgeführt wird – die Wahrscheinlichkeit eines Radverlusts bleibt ähnlich.

Eine mögliche Ursache ist die mangelnde Sorgfalt beim korrekten Anziehen der Schrauben oder Muttern nach dem Reifenwechsel.

Mattias Hjort, Forschungsleiter am Schwedischen Nationalen Straßen- und Verkehrsforschungsinstitut, weist darauf hin, dass der hohe Zeitdruck in Reifenwerkstätten während der Hochsaison zu diesem Problem beitragen kann.

Die hohe Arbeitsbelastung kann zu hastigen Radwechseln und unzureichendem Anziehen der Schrauben oder Muttern führen, was das Risiko eines Radverlusts erhöht. Diese potenziellen Ursachen müssen ernst genommen und gezielt adressiert werden, um entsprechende Unfälle zu verhindern.

Expertenempfehlungen zur Prävention

Um Unfälle durch Radverlust zu vermeiden, ist es entscheidend, beim Reifenwechsel an Privatfahrzeugen korrekt vorzugehen.

Experten empfehlen folgende Schritte:

Schrauben oder Muttern lösen und das alte Rad entfernen.
Alle Kontaktflächen und Gewinde sowohl am alten und neuen Rad als auch am Fahrzeug reinigen und prüfen.
Beschädigte, verschlissene oder stark korrodierte Teile ersetzen.
Gewinde oder Kontaktflächen vor der Montage nicht schmieren, da ein Überdrehen die Gewinde beschädigen und zu einer schlechten Passung von Schrauben oder Muttern führen kann.
Sicherstellen, dass Schrauben oder Muttern zum Rad passen (konisch / kugelig / flach).
Das neue Rad montieren und die Schrauben oder Muttern über Kreuz mit moderatem Drehmoment anziehen, deutlich unter dem empfohlenen Enddrehmoment, und sicherstellen, dass das Rad gleichmäßig und fest an der Nabe anliegt.
Mit einem korrekt kalibrierten Drehmomentschlüssel die Schrauben oder Muttern über Kreuz mit dem vom Fahrzeughersteller empfohlenen Drehmoment anziehen.
Nach 50–100 Kilometern Fahrstrecke überprüfen, ob die Schrauben oder Muttern korrekt angezogen sind.

Durch die Befolgung dieser Empfehlungen können Fahrzeughalter das Risiko von Unfällen durch Radverlust erheblich reduzieren.